– Rückschau 2014

Sommerprogramm 2014

48. Westfälischer Floristentag (Westfalentag)

Sonntag, 16.03.2014, 10.00 Uhr,
Liudgerhaus Münster, Überwasserkirchplatz 3, 48143 Münster

Der traditionelle Westfälische Floristentag wird gemeinsam mit dem LWL-Museum für Naturkunde und dem Westfälischen Naturwissenschaftlichen Verein ausgerichtet. Das Programm aus Vorträgen und Kurzmitteilungen zu Flora, Taxonomie, Vegetation und Naturschutzprojekten sowie einem Reisebericht wird rechtzeitig auf der Homepage www.botanik-bochum.de bekannt gegeben. Wenn Sie einen Vortrag halten möchten, wenden Sie sich bitte an info@botanik-bochum.de.


Rheinische Tagung für Geobotanik und Populationsbiologie

Samstag, 05.04.2014, 10.00 Uhr
Institut für Pflanzenbau, Hörsaal 5, Katzenburgweg 5, 53115 Bonn

Nähere Informationen zu dieser Veranstaltung finden sich hier.


Primelblüte im Uedesheimer Rheinbogen in Neuss

Samstag, 03.05.2014, 14.00 Uhr

Leitung: Thomas Braun & Dr. Regina Thebud-Lassak

Mit seinen artenreichen Stromtal-Wiesen und Halbtrockenrasen ist das in der Rheinaue gelegene NSG Uedesheimer Rheinbogen von europaweiter Bedeutung. In den Grimlinghauser Benden blühen jedes Frühjahr Tausende Wiesen-Schlüsselblumen. Im noch kurzen Gras wachsen weitere Frühlingsblüher wie Behaartes Veilchen und Knöllchen-Steinbrech. Auch die Grundblätter weiterer interessanter Arten sind früh im Jahr schon zu erkennen (z. B. die der heimischen Wiesenrauten- und Wiesenknopf-Arten). Auf der Wanderung werden Wiesengesellschaften mit ihren typischen Pflanzenarten sowie Projekte zum Erhalt und zur Förderung artenreichen Grünlandes vorgestellt. Die Exkursion findet in Kooperation mit dem Bochumer Botanischen Verein und der Biostation Rhein-Kreis Neuss statt.

Treffpunkt:
Neuss-Uedesheim, Parkplatz Ecke Rheinfährstr./Deichstr. oberhalb der Rheinfähr-Anlegestelle

Anfahrt:
A 46 Abfahrt Uedesheim, am Ende der Abfahrt B 9 Richtung Uedesheim, nach ca. 500 m links in die Rheinfährstraße abbiegen. Der Straße bis zum Rhein (ca. 1 km) folgen.


Flora der Galmei-Standorte bei Stolberg-Breiningerberg

Sonntag, 25.05.2014, 14.00 Uhr

Leitung: Dr. Wolfgang Bomble

Der Schlangenberg bei Breinigerberg ist ein altes Erzabbaugebiet. Der Boden ist an vielen Stellen zink- und bleihaltig, sodass sich für die Region typische Galmeifluren entwickeln konnten. Deren Bewohner sind zum Teil sogar in der Umgebung von Aachen (sub)-endemisch: Galmei-Veilchen, Galmei-Hellerkraut, Galmei-Miere, Galmei-Grasnelke und Aachener Schafschwingel. Nachdem das Gelände lange Zeit militärisch genutzt wurde, ist der Schlangenberg heute ein Naturschutzgebiet mit einer abwechslungs- und artenreichen Magerrasen-Vegetation bei einer engen Verzahnung von Arten der Kalkmagerrasen, Silikatmagerrasen, Heiden und Galmeifluren. Neben einer vielfältigen Pflanzenwelt bietet das Gebiet auch eine reiche Tierwelt, z. B. Vögel und Schmetterlinge. Die Exkursion findet in Kooperation mit dem Bochumer Botanischen Verein und mit dem Botanischen Arbeitskreis Aachen statt.

Treffpunkt:
Schlangenberg an der L12 am Ortsausgang Breinigerberg (in Richtung Vicht/Mausbach)

Anfahrt:
A 44 Abfahrt Aachen-Brand, Richtung Brand, der Trierer Straße durch Brand (Richtung Kornelimünster) folgen, ca. 5 km auf der Straße bleiben (im weiteren Verlauf heißt sie Napoleonsberg), dann links auf die L 12 Richtung Breinigerberg.

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Kartierungsexkursion in das Rekultivierungsgebiet Königshovener Höhe zur Zeit der Orchideenblüte 

Samstag, 14.06.2014, 14.00 Uhr

Leitung: Edith Antons, Dr. Ludger Rothschuh, Dr. Regina Thebud-Lassak

Diese Exkursion führt zum zweiten Mal in den alten Garzweiler Braunkohle-Tagebau im MTB Grevenbroich 4905.1.3. bzw. 3.2., dessen Artenzahl im Verbreitungsatlas der Farn- und Blütenpflanzen in NRW 2003 noch mit „0“ angegeben war. Inzwischen hat sich die Natur das Terrain weitgehend zurückerobert. Auf den Wiesen kommen u.a. Klappertopf, Witwenblume, Wiesenbocksbart und Flockenblume vor. Auch die warmen Ruderalstandorte sind sehr artenreich mit Tausendgüldenkraut, Wilder Karde, Glockenblumen und verschiedenen Gräsern, u.a. Aira caryophyllea. Folgende Orchideen wurden auf diesem Areal  in den Vorjahren beobachtet: Pyramidenorchis, Breitblättrige Sumpfwurz, Langblättriges Waldvögelein, Klappertopf, Dürrwurz und Golddistel.

Treffpunkt:
41517 Grevenbroich-Gustorf, Parkplatz östlich der Königshovener Höhe.

Anfahrt:
Von Norden kommend: A57 Richtung Köln bis AK Neuss-West – auf A46 Richtung Aachen, Erkelenz bis Ausfahrt 13 Grevenbroich-Gierath – rechts Richtung Grevenbroich-Gustorf – 2. Abfahrt Gustorf links, dann direkt der Beschilderung „Motocrossgelände“ folgen, geradeaus bis zum Parkplatz.


Naturschutzgebiet De Bruuk in Groesbeck, Niederlande

Samstag, 28.06.2014, 14.00 Uhr

Leitung: Herr Johan Thissen von der NABU Naturschutzstation Niederrhein

1940 als erstes Gronland-Reservat der Niederlande unter Naturschutz gestellt, hat es heute den Rang eines NATURA 2000-Gebiets. Auf etwa 1 km² Fläche beherbergt es vor allem eine ganze Reihe von Pflanzengemeinschaften des  gemähten, nassen und feuchten Magergrünlands. In diesen extrem selten gewordenen Beständen finden sich u. a. zahlreiche Seggen-Arten, von denen nur Carex hostiana, panicea und pulicaris genannt seien. Besonders bemer­kenswert sind die Englische Kratzdistel Cirsium dissectum sowie mehrere Dactylorhiza-Arten und ihre Bastarde, von anderen Orchideen kommt u.a. Neottia (Listera) ovata vor. Erst nach unserem Besuch werden der Lungen­enzian und Succisa pratensis blühen. Vielleicht können sogenannte kritische Arten Diskussionsstoff bieten, von denen Alchemilla vulgaris agg. und Senecio aquaticus agg. aus dem Gebiet genannt werden.

Treffpunkt:
NABU-Naturschutzstation Niederrhein, Im Hammereisen 27E, 47559 Kranenburg

Anfahrt:
B 9 von Kleve nach Kranenburg, am Ende des Ortsteils Nütterden links und gleich rechts. Parkraum ist dort vorhanden.

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Brombeeren im NSG Krickenbecker Seen

Samstag, 23.08.2014, 14.30 Uhr

Leitung: Dr. Götz H. Loos & Norbert Neikes

Im NSG sind bereits über 600 Pflanzenarten bekannt. Bei den Brombeeren gibt es allerdings noch Defizite, die bei einem Gang durch Feuchtwälder im Tal der Nette sowie Eichenwälder und Heideentwicklungsflächen in der Wankumer Heide abgebaut werden sollen. Gummistiefel sind dabei von Vorteil.
Diese Exkursion wird vom Bochumer Botanischen Verein angeboten.

Treffpunkt:
Parkplatz Müllemer Str./Voursenbeck in Nettetal

Anfahrt:
A 40, Abfahrt Wankum (?), auf die L 39 Richtung Grefrath, nach ca. 3 km links auf die Müllemer Straße, nach ca. 1 km geht die Müllemer Straße in „Voursenbeck“ über.


Naturschutzgebiet „Schlucht“

Samstag, 30.08.2014, 14.00 Uhr

Leitung: Dipl.-Ing. Monika Deventer

Das seit 2004 bestehende Naturschutzgebiet „Schlucht“ (Brüggen, TK 25 Blatt Elmpt 4702.22) mit Kernzone im Abgrabungsbereich „Weißer Stein“ hat das Standortpotenzial für feuchte und trockene Heiden und Magerrasen bzw. bodensaure Eichenwaldgesellschaften. Die Landschaft ist geprägt durch über Jahrzehnte wandernden Abgrabungen von Sand und Ton, nach deren Abschluss die Flächen aufgeforstet wurden oder der natürlichen Entwicklung überlassen blieben. Maßnahmen der Offenlandpflege fanden bisher nur auf wenigen Teilflächen statt, alle Gewässer sind durch den Abgrabungsbetrieb entstanden.

Aus dem Gesamtgebiet sind über 200 Pflanzenarten bekannt, die vorwiegend in den 1990er Jahren auf einzelnen Teilflächen erhoben wurden – einige Dutzend weitere Arten können erwartet werden. Ziel der Exkursion ist, die aktuelle Flora der wertvollsten Teilgebiete zu erfassen. Frühere „Highlights“, nach denen gesucht werden soll, sind z. B. Graue Glockenheide, Kleines Wintergrün, Keulen-Bärlapp, ein kleinblütiger Augentrost und seltene Dryopteris-Arten.

Treffpunkt:
Wanderparkplatz (Ton-)“Waage“, Brüggen-Heidhausen

Anfahrt:

Von Norden: A 61, Anschlussstelle Kaldenkirchen Süd (Brüggen/ Bracht), auf die B 221 Richtung Bracht, südlich von Kaldenkirchen rechts (Richtung Westen) nach Heidhausen abbiegen …
Von Süden: BAB 52, Anschlussstelle Niederkrüchten / Brüggen, auf die B 221 Richtung Brüggen, nördlich von Bracht links (Richtung Westen) nach Heidhausen abbiegen …
… durch Heidhausen bis in den Wald fahren, wo sich vor einer Wegkreuzung der streifenförmige Wanderparkplatz links neben dem Weg befindet.
Navigation: Brüggen, Heidhausen 90 und weiter geradeaus bis in den Wald (s.o.).


Rheinaue in Duisburg-Rheinhausen

Samstag, 13.09.2014, 14.00 Uhr

Leitung: Dipl.-Biologin Corinne Buch & Dr. Ludger Rothschuh

Am Rande eines alten Hafenbeckens in der Rheinaue Rheinhausen wachsen seit einigen Jahren Mischbestände aus Zucker-Spitzklette und Ufer-Spitzklette. Letztere tritt am Rhein äußerst selten auf. Bei niedrigem Wasserstand sehen wir außerdem artenreiche Schlammuferfluren sowie Kies- und Sandbänke mit ihrer typischen Flora. Weiterhin suchen wir einen kleinen Weiden-Auwald mit Vorkommen zahlreicher älterer Exemplare des Maulbeerbaums auf, der hier auch reife Früchte bildet.
Diese Exkursion wird vom Bochumer Botanischen Verein angeboten.

Treffpunkt:
Parkplatz auf dem Deich an der Wilhelmallee (südl. A40)

Anfahrt:
Von Westen: A 40 Abfahrt Duisburg-Homberg, die Verlängerung der Ausfahrt (die Duisburger/Emmericher Straße überqueren) mündet in die in die Wilhelmallee.
Von Osten: Am Ende der Ausfahrt rechts unter der Autobahn durch, dann 1. Möglichkeit links auf die Wilhelmallee.

 

Pilzkartierung im Naturschutzgebiet „Brachter Wald“

Samstag, 25.10.2014, 15.00 Uhr

Vortrag von Herrn Karl Wehr, Arbeitsgemeinschaft Pilzkunde Niederrhein

Vor neun Jahren erschien eine erste Publikation über Pilzvorkommen im Naturschutzgebiet „Brachter Wald“ (DEVENTER et al. 2005). Die Arbeitsgemeinschaft Pilzkunde Niederrhein (APN) führte die Untersuchung fort, wobei gelegentlich befreundete Mykologen und Gattungsspezialisten, auch aus den benachbarten Niederlanden, teilnahmen. Bei mehr als 200 Exkursionen, die einzeln oder in Gruppen durchgeführt wurden, hat sich die Anzahl der nachgewiesenen Pilzarten nahezu verdreifacht. Dies wird zum Anlass genommen, den aktuellen Stand vorzustellen. (Vgl. Natur am Niederrhein (N.F.), 28(1), S. 44-55.)

Veranstaltungsort:
Umweltzentrum Hülser Bruch, Krefeld.

Anfahrt:
Unter der Adresse www.umweltzentrum-krefeld.de ist die Anfahrt mit Skizze abrufbar.

 

Rückschau:
Sommerprogramm 2013

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